2007: Kreuzfahrt "Faszination Antarktis"

mit der MS Delphin von Südamerika in die Antarktis

 

 

Faszination Antarktis: Reise-Logbuch

Text und Fotografie von Kerstin Karolczak

 

[04.01.2007]

Nach individueller Anreise treffen die 320 zukünftigen Passagiere der MS Delphin auf dem Flughafen Düsseldorf ein. Sie werden am Check-In-Schalter der LTU-Sondermaschine LT9030 freundlich durch die Reiseleitung von Hansa Kreuzfahrten in Empfang genommen, bevor es auf den 11.300 km langen Flug von Düsseldorf über Gran Canaria nach Buenos Aires geht. 15 Stunden Flug – genug Zeit also, um noch mal einen Blick in den Reiseführer zu werfen oder für ein Nickerchen, bei dem man sich schon mal ans andere Ende der Welt träumen kann.

 

[05.01.2007]

Ankunft in Buenos Aires – bei 28 °C. Glücklicherweise entfällt das lästige Kofferschleppen, denn alles ist perfekt organisiert und so sehen sich Gast und Gepäck erst auf der MS Delphin wieder.

Das 157 Meter lange und 21,80 Meter breite Schiff, das kurz zuvor eigens für diese Expeditions-Kreuzfahrt umgebaut und mit acht Zodiaks und entsprechender Hebe-Technik zum Be- und Entladen sowie zusätzlichen seitlichen Gangways für das Aussteigen der Passagiere ausgestattet wurde, liegt hier erst einmal zwei Tage im Hafen.

Eine gute Gelegenheit, um sich Land und Leute bei einem der organisierten Ausflüge oder auf eigene Faust anzusehen. Bei einem Bummel durch die Stadt dürfen Plaza Mayo und Casa Rosada ebenso wenig fehlen wie der Besuch des Künstlerviertels La Boca und des Friedhofs La Recoleta, auf dem sich das Grab von Evita Peron befindet.

Ein absolutes Muss ist der Besuch der Tango-Show im „El Viejo Almacen“, einem der besten Clubs von Buenos Aires.

 

[06./07.01.2007]

Um 21 Uhr heißt es dann endlich „Leinen los“. Die MS Delphin nimmt Kurs auf Montevideo, die Hauptstadt von Uruguay, dem zweitkleinsten Land Südamerikas. Der ganze Stolz der Stadt ist das 1925 eingeweihte Parlament, das größtenteils aus Marmor erbaut wurde und dessen Glasfensterbilder die Entwicklungsgeschichte Uruguays zeigen. Neben der Altstadt mit imposanten kolonialen Häusern, der Plaza Independencia mit dem Reiterstandbild von General Jose Artigas, der 1811 den Widerstand gegen Spanien organisierte, locken den Besucher mehr als 20 km Strand.

 

[08./09.01.2007]

An den nächsten beiden Tagen befindet sich die MS Delphin auf See. Aber Langeweile – Fehlanzeige! Käptain Vladimir Vorobyov stellt seine Crew vor. Besonders zu erwähnen ist sowohl die Anwesenheit eines achtköpfigen Expeditionsteam aus hochkarätigen Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Clemens Pütz als auch die von Ice-Master Heinz Aye. Mit 104 Fahrten in die Antarktis gehört Heinz Aye zu den erfahrensten Kapitänen in diesen Gewässern und ist mit seinem Wissen eine echte Bereicherung für diese Expedition.

In seinen beliebten „Nautischen Plauderstunden“ an Bord erzählt er den Passagieren immer wieder gerne von seinen Erlebnissen. Auch wie er 2001 auf der MS Bremen nur knapp einer 30 Meter hohen Freak Wave (Monsterwelle) entging.

Im Grand Salon finden während der gesamten Reise mehrmals täglich Vorträge aus den verschiedenen Fachgebieten (Geologie, Polarökologie, Meeresbiologie, Ornithologie) der Wissenschaftler statt. Und noch während die einen aufmerksam den Vorträgen lauschen, schwimmt den anderen an Backbord schon der erste Südliche Glattwal vor das Objektiv.

 

[10./11.01.2007]

Durch die 495 km lange Magellan Strasse, die die Insel Feuerland vom südamerikanischen Kontinent trennt, geht es weiter nach Punta Arenas. Lohnend sind vor allem die Besuche einer typischen Estancia im patagonischen Hinterland sowie der Otway Bucht, die einer Kolonie von ca. 10.000 Magellanpinguinen als Nistplatz dient. Wer unterwegs die Augen aufhält, kann aber auch noch andere Bewohner Patagoniens entdecken, z.B. Magellan-Enten, Nandus, Flamingos, Lamas und mit ein bisschen Glück sogar einen Condor, der über der Andenkordillere seine Kreise zieht. Beim Ablegen von der Pier kämpft die MS Delphin gegen kräftigen Wind der Stärke 11 an, bevor sie ihren Kurs westwärts fortsetzt.

 

[12.01.2007]

In entgegen gesetzter Richtung passiert das Schiff am folgenden Tag zwischen 04:00 und 16:00 Uhr den Beagle-Kanal. Dieser Kanal ist 2 – 5 km breit, über 250 km lang und spaltet sich in zwei Arme. Kapitän Vorobyov wählt den Brazo Noroeste. Von den nördlichen Berghängen drängen riesige Gletscher herab, die teilweise ins Meer kalben und hier Ventisqueros heißen. Die beiden mächtigsten Gletscher sind der Alemania und der Romanche Gletscher.

Nachdem die MS Delphin Ushuaia und Puerto Williams hinter sich gelassen hat, erreicht sie am Abend die berühmt berüchtigte und bei den Passagieren gefürchtete Drake Passage. Windstärke 6, Seestärke 5 und lang gezogene Dünung: für die MS Delphin überhaupt gar kein Problem – für etliche Gäste schon…

 

 

[13.01.2007]

7:00 Uhr: Kurs 57°58S + 64°20W, Luft 5°C, Wasser 8°C, Wind SW9, See 7 - die antarktische Konvergenz, die geologische Grenze zur Antarktis, ist erreicht. Gespannt halten alle Ausschau nach dem ersten Eisberg.

In der Zwischenzeit bittet das Expeditionsteam die Passagiere zu einer Info-Veranstaltung, um sie in die Schutzbestimmungen des Antarktisvertrages und in den Umgang mit den Rettungswesten und Zodiaks sowie in die Abläufe beim Ein- und Aussteigen und beim Anlanden in der Antarktis einzuweisen.

So dürfen sich in der Antarktis zum Beispiel nie mehr als 100 Menschen gleichzeitig an Land befinden. An Land darf nicht geraucht, nichts zurücklassen und nichts mitgenommen werden. Zu Tieren - und seien sie auch noch so zutraulich - ist ein Mindestabstand von 5 Metern einzuhalten. Kreuzenden Pinguinen ist stets Vorfahrt zu gewähren. Ferner ist nach jedem Landgang das Schuhwerk zu reinigen. Auf der MS Delphin wurde zu diesem Zweck extra auf einem der unteren Decks eine Schleuse und Desinfektionsstation eingerichtet.

 

[14.01.07]

Der erste Tag in der Antarktis ist für jeden Reisenden etwas ganz Besonderes. Mit dem Erreichen der Südshetland-Inseln erfüllt sich für die meisten ein lang gehegter Traum. Sonnenschein und blauer Himmel verleihen der Kulisse einen ganz außergewöhnlichen Zauber. Obwohl für diesen Tag eigentlich nur eine Anlandung in der Half Moon Bay an der Ostseite von Livingstone Island auf dem Programm steht, entscheidet Kapitän Vorobyov spontan vorher auch noch Yankee Harbour an der Südwestseite von Greenwich Island anzulaufen. Mit Spannung beobachten die Gäste, wie zum ersten Mal auf dieser Reise die Zodiaks zu Wasser gelassen werden.

Für die Landgänge werden die Passagiere in 4 Gruppen (rot, blau, grün und schwarz) zu je 80 Personen eingeteilt. Die Farben der Gruppen rotieren bei jedem Landgang. So wird sichergestellt, dass jeder die Chance erhält, einmal als erster von Bord zu gehen. Der Aufenthalt an Land ist jeweils auf eine Stunde begrenzt. Und bei der Menge an Eindrücken vergeht die Zeit natürlich wie im Fluge. Auf Yankee Harbour brüten etwa 3.800 Eselspinguine, von denen sich einige als Begrüßungskomitee den Zodiak’s nähern und die Ankömmlinge neugierig mustern. Nur wenig entfernt liegt ihr Fressfeind Nr. 1, ein Seeleopard, ganz friedlich am Strand und sonnt sich. Ein seltener Anblick. Und berücksichtigt man, wie schnell diese Tiere bei der Jagd nach Pinguinen werden können, so ist spätestens jetzt jedem klar, warum 5 Meter Sicherheitsabstand nicht unterschritten werden sollten.

Die Felsen von Half Moon Island werden von Zügelpinguinen bevölkert. Sie gehören mit 50-60 cm Körpergröße zu den kleinsten Pinguinen in der Antarktis. Vom Landungspunkt aus kann man am anderen Ende der Bucht, deren Halbkreisform vermutlich auf einen erloschenen Vulkan zurück zu führen ist, die argentinische Forschungsstation Teniente Camara (ARG) sehen. Abends heißt es „Alle man an Deck!“ – denn eine größere Gruppe von Buckelwalen hält sich ganz nah beim Schiff auf. Das Klicken der Fotoapparate will gar nicht mehr aufhören.

[15.01.2007]

Die Fahrt der MS Delphin geht weiter Richtung Süden nach Deception Island. Wie ein riesiges Hufeisen liegt die 13 mal 14 km große Insel in der Bransfieldstrasse. Sie ist ein aktiver Vulkan, in dessen Krater man mit dem Schiff durch eine schmale Öffnung namens Neptun’s Blasebalg hineinfahren kann. Noch während die MS Delphin diese enge Stelle durchfährt, verfinstert sich der Himmel bedrohlich grau und es beginnt zu schneien.

Wer hätte das gedacht…Schnee im antarktischen Sommer.

Geankert wird in der Whaler’s Bay vor der zerstörten Forschungs- und Walfangstation. Von 1910 – 1931 wurde hier die südlichste Trankocherei der Welt betrieben und es wird berichtet, dass gelegentlich bis zu 6.000 Walkadaver in der Bucht trieben. Mit diesem Wissen und den unwirtlichen Wetterbedingungen, wirkt dieser Ort umso unheimlicher.

 

[16.01.2007]

Die Passagiere der MS Delphin sind inzwischen zu Frühaufstehern geworden. Wen wundert’s… - denn bei mehr als 20 Stunden Tageslicht möchte natürlich keiner auch nur ein winziges bisschen dieser faszinierenden Landschaft versäumen. Um 4:30 Uhr beginnt die Einfahrt in die Paradies Bucht, die den südlichsten Punkt dieser Reise darstellt und die ihrem Namen bei strahlend blauem Himmel alle Ehre macht. Eisberge, Gletscher und Gipfel spiegeln sich im Wasser der Bucht. Eingebettet in dieses atemberaubende Panorama ist die argentinische Forschungsstation „Almirante Brown“. Vor dieser majestätischen Kulisse betreten die Passagiere der MS Delphin zum ersten Mal antarktisches Festland. Von hier aus könnte man theoretisch bis zum Südpol laufen. Es findet sich allerdings niemand, der die Annehmlichkeiten seines schwimmenden Hotels gegen eine so gewagte Expedition eintauschen möchte. Warum auch!? Schließlich trägt die MS Delphin den Beinamen „Das Verwöhnschiff“. Und das Verwöhnen fängt hier bereits beim Essen an. Hungern muss hier wahrlich niemand. Denn je nach Witterung und Programm werden entweder im Restaurant Pazifik oder auf dem Achterdeck vier bis sechs Mahlzeiten (Frühstück, Boullion, Mittagessen, Kaffee & Kuchen, Abendessen und Mitternachtssnack) täglich angeboten, wobei sich die Zeiten jeweils sehr flexibel nach den Anlandungen richten. Bordeinrichtungen wie Sauna, Fitnesscenter und Ballsportfeld können kostenlos, Friseur, Massagen und Kosmetiksalon gegen Gebühr genutzt werden. Das Schiff verfügt sowohl über ein Hospital als auch eine Zahnarztpraxis und wird während dieser Expeditions-Kreuzfahrt zusätzlich von einem erfahrenen Expeditionsarzt begleitet, der bei allen Anlandungen mit vor Ort ist. Für Unterhaltung am Abend sorgen im Grand Salon die Auftritte verschiedener Künstler; danach spielt die Carnival Band zum Tanz auf.

 

Die MS Delphin verlässt die Paradies Bucht gegen Mittag mit Kurs auf Port Lockroy. Die Fahrt führt von der Gerlachstrasse in den 30 km langen und 2-4 km breiten Neumayer Kanal, dessen Passage ca. 2 Stunden dauert. Vorbei an Anvers und Wiencke, zwei Inseln im Palmerarchipel. Neben der spektakulären Gletscherlandschaft kann man im Kanal auch Tiere beobachten. Auf großen Eisschollen treiben Krabbenfresserrobben vorbei, die faul in der Sonne liegen. Pinguine begleiten das Schiff und springen immer wieder munter aus dem Wasser. Und auch ein Wal hebt seine Fluke, um die Besucher zu begrüßen.

In Port Lockroy angekommen, wird zuerst die kleine Nachbarinsel Jougla Point besucht, auf der etwa 3.000 Eselspinguine und unzählige Blauaugenkormoranen brüten. Danach steuern die Zodiaks die ehemalige britische Forschungsstation an. Sie wurde 1962 geschlossen und beherbergt heute ein kleines Museum, ein Postamt und einen Souvenirshop. Wer möchte, dass seine Ansichtskarten direkt in der Antarktis abgestempelt werden, der hat hier die einzige Möglichkeit dazu.

 

[17.01.2007]

Am nächsten Tag heißt es wieder einmal früh aufstehen, und Dr. Pütz lässt es sich nicht nehmen, alle Passagiere um 4:30 Uhr persönlich über die Kabinenlautsprecher zu wecken: Der Lemaire Kanal ist erreicht. Dieser 6 km lange, an seiner schmalsten Stelle nur 720 m breite Kanal, gilt als eines der landschaftlich schönsten Gebiete der gesamten Antarktis. In Reiseführern wird der Lemaire Kanal deshalb häufig auch als „Kodak- oder Fuji-Falle“ bezeichnet.

Den Nordeingang des Kanals flankieren die beiden 747 m hohen Doppelgipfel des Kap Renard, auf denen sich an diesem Morgen das Licht der aufgehenden Sonne in den allerschönsten Farben spiegelt. Ein breiter Packeisgürtel versperrt den Eingang zum Lemaire Kanals. Durchfahrt zu riskant, entscheidet Kapitän Vorobyov. Hier kommt heute höchstens ein Eisbrecher durch. Enttäuschte Gesichter bei den Passagieren, aber Sicherheit an Bord wird groß geschrieben und geht natürlich vor. Und so kehrt die MS Delphin um und nimmt Kurs auf ihr nächstes Ziel: die Melchior Inseln. Der Wind frischt auf und bedeckt die eiskalte See mit kleinen Schaumkronen. Das Ankern vor der argentinischen Station Melchior stellt die Crew auf eine harte Geduldsprobe. Immer wieder wird das Schiff vom Wind Richtung Land gedrückt und noch ist völlig unklar, ob überhaupt ausgebootet werden kann. Aber ein bisschen Pioniergeist gehört eben schon dazu, wenn man auf den weißen Kontinent reist. Die Geduld der Passagiere wird belohnt, und am Ende kommen alle ein wenig nass aber überglücklich von einer spannenden Zodiakfahrt zwischen den Eisbergen dieser tief gefrorenen Märchenlandschaft zurück.

 

[18.01.2007]

Am nächsten Morgen um 7 Uhr liegen nur noch wenige Seemeilen zwischen der MS Delphin und der Hope Bay, wo der Besuch der argentinischen Station Esperanza geplant ist. Den Reisenden steht der kälteste und windigste Tag der ganzen Reise bevor – bei 0°C und eisigem Wind der Stärke 11. Die Sicht ist gleich Null und nur Optimisten glauben jetzt noch an eine Anlandung. Und obwohl diese dann wegen gefährlicher katabatischer Winde tatsächlich abgesagt werden muss, wird die Fahrt durch den Antarctic Sound mit seinen riesigen Tafeleisbergen zum wohl spektakulärsten Ereignis dieser Kreuzfahrt. Der größte unterwegs gesichtete Tafeleisberg hat das Ausmaß von 1,3 km Länge, 800 m Breite und 200 m Höhe.

Bereits am Nachmittag macht die MS Delphin in der Maxwell Bucht zwischen Nelson Island und King George Island fest.

Etwa zur gleichen Zeit herrscht im Hansa Bordreisebüro Hochbetrieb. Die LTU Flugabfertigung wird an Bord vorgenommen. Jeder Passagier erhält bereits auf dem Schiff seine Bordkarte und Kofferlabel für den Rückflug. Das Gepäck wird in der Nacht vor dem Abflug vor die Kabine gestellt, von der Crew eingesammelt und am Flughafen direkt aufgegeben, so dass sich der Reisende um nichts mehr zu kümmern braucht. Kein Anstehen beim Check-In am Flughafen - nur noch Passkontrolle. Und wer mag kann so in Ushuaia am Abreisetag noch völlig unbeschwert einen letzten Ausflug in den National Park Tierra del Fuego und zur Isla Redonda mit dem südlichsten Postamt am Ende der Welt genießen.

 

[19.01.2007]

Von der Maxwell Bucht geht es weiter zur Admirality Bay,  der Einfahrt zur polnischen Forschungsstation Henryk Arctowski. Das Wetter ist traumhaft schön, mit blauem Himmel und klarer Sicht. Weithin sind die „Nunatakers“, die Spitzen der gletscherbedeckten Berge, zu erkennen. Die Anlandung erfolgt am Leuchtturm von Arctowski, auf dessen Rückseite sich ein kleiner Altar mit einer aus Walknochen geschnitzten Christusfigur und einer ca. 2 m großen Marienfigur aus Holz befindet. Zu den Hauptforschungsgebieten der Station gehören Meteorologie, Geologie Glaziologie und Biologie. Es ist eine der wenigen Stationen, auf der es dem Besucher erlaubt ist, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Forschungs- und Mannschaftsräume zu besichtigen. Das Ausziehen der Schuhe ist dabei obligatorisch. Bei einem Spaziergang am Strand kann man neben Adelie-Pinguinen auch See-Elefanten beobachten.

 

[20./21./22.01.2007]

Die Zeit vergeht wie im Fluge und so heißt es Abschied nehmen. Abschied von Arctowski und von der Antarktis. Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende und so macht sich die MS Delphin auf den Rückweg über die Drake Passage nach Ushuaia. Und auch dieses Mal meint es der Wettergott gut mit den Passagieren der MS Delphin - nur sanftes Schaukeln ist während der Überfahrt zu spüren.

Insgesamt wurden auf dieser Reise 3.633 Seemeilen (6728 km) zurückgelegt, 7 Anlandungen durchgeführt, tausende von Pinguinen, Skuas und anderen Seevögeln sowie dutzende von Robben und Walen gesichtet.

Jeder Reisende nimmt unbeschreibliche Eindrücke von dieser kalten, abweisenden und doch so schönen Region der Erde mit nach Hause. Die MS Delphin zieht weiter auf ihren Reisen durch die Ozeane der Erde. Doch niemand ist traurig, denn eines ist sicher: es gibt ein Wiedersehen mit dieser stolzen und schönen Lady, irgendwo auf dieser Welt.

Auf Wiedersehen und Willkommen zu Hause.

 

 

Fazit:

Nicht traurig sein, dass es vorbei - sondern glücklich, dass es gewesen!!!